Mein Gott ist das doof.
Künstlerische Freiheit - und das frei im Namen könnte einem das evtl. auch schon verraten - ist nicht das Gegenteil von einem pauschalen Kunstverbot, sondern eine Beschreibung des Zustandes einer Offenheit gegenüber (*) allen inhaltlichen Ausdrücken von Kunst. Wird Kunst zensiert, Künstler für ihr künstlerisches Schaffen juristisch verfolgt oder im Fall der Fälle in der Gaskammer entsorgt, herrscht keine Kunstfreiheit.
Es ist daher kein Gegenargument, wenn jemand auf Linie des Regimes Kunst machen darf, auch wenn das im individuellen Fall tatsächlich dessen frei gewählte künstlerische Ausdrucksweise sein mag.
Deshalb stimmt die ursprüngliche Aussage selbstverständlich, schlicht weil der Faschismus, und da muss man auch nicht auf den deutschen Nationalsozialismus rekurrieren, immer eine ideologisch geformte wie formende Gewaltausübung ist, in der staatlich gegen Andersdenkende vorgegangen wird.
Und genau NIEMAND hat hier behauptet, Kunst wäre per se antifaschistisch, das gibt die diskutierte Aussage auch kein Stück her und auch dieser Strohmann ist daher kein Gegenargument.
* Realistisch natürlich nur so ziemlich allen - die Grenze dessen, was grundsätzlich akzeptiert wird, bezieht sich dabei immer auf den Freiheitsbegriff der jeweiligen Gesellschaft -> Kinderporno/(echte) öffentliche Enthauptungen/vergleichbares als "Kunst" zu verbrämen wird beispielsweise schwer werden.